Depressionen

Fühle ich mich länger als 14 Tage deprimiert, antriebs-und motivationslos, unkonzentriert, habe Schlafstörungen, denke negativ , kann mich nicht mehr richtig freuen, kann keinen Stress mehr vertragen, ziehe mich zurück, dann habe ich wahrscheinlich eine Depression.

zur Selbsteinschätzung :  BDI Beck Depressions Inventar 

Psychose / Schizophrenie

Bemerke ich über Monate und vielleicht sogar Jahre, wie ich mich zurückziehe, mich schlechter konzentrieren kann, schlechter schlafe, meine Stimmung oft wechselt, ich anfange ,Situationen, Gespräche etc merkwürdig, anders, als Andere, zu interpretieren, mich vielleicht ohne äußeren Anlass verfolgt, bedroht oder schuldig fühle , mein Denken durcheinander gerät, ich meine Gedanken laut oder Stimmen höre, die andere nicht hören etc., dann entwickele ich evtl. eine Psychose, oft im Rahmen einer schizophrenen Erkrankung.

Panikattacke / Panikstörung

Überfällt mich plötzlich maximale Angst, minutenlang, bis zu 30 min., glaube ich dabei keine Luft mehr zu bekommen, zu sterben, umzufallen oder ähnlich, und fühle mich danach wie gerädert, dann hatte ich eine Panikattacke. Habe ich diese über ein halbes Jahr lang immer wieder, habe ich vielleicht eine Panikstörung…leide ich die meiste Zeit des Tages über einen längeren Zeitraum an unbegründeten Ängsten, habe ich vielleicht eine generalisierte Angststörung… leide ich in bestimmten Situationen unter Panik (z.B. unter vielen Menschen, in engen Räumen, vor Brücken, Autofahren , in sozialen Situationen) ,habe ich wahrscheinlich Phobien.

ADHS

Kann ich schon seit meiner Kindheit nicht aufmerksam bleiben, lasse mich leicht ablenken, bin immer irgendwie zappelig, kann nicht richtig Ordnung halten und mein Leben organisieren, falle anderen ins Wort, kann mit Stress nicht umgehen, treffe sehr wichtige Entscheidungen impulsiv, spontan, ohne nachzudenken, dann leide ich vielleicht am Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitäts-Syndrom.

Borderline - Störung

Wechselt meine Stimmung plötzlich und unerklärlich rasch, fühle mich aber meist irgendwie gedrückt, gerate ich durch Kleinigkeiten („Trigger“) in extreme Spannungszustände, in denen ich mich selbst verletze, ohne den Schmerz zu fühlen und es mir danach scheinbar besser geht, komme ich in Beziehungen fast nie zurecht, wünsche mir Nähe, habe aber gleichzeitig große Angst davor, bin in der Kindheit öfters geschlagen oder sexuell missbraucht worden, musste als kleines Kind stunden-oder tagelang alleine sein, habe kaum Selbstbewusstsein, dann leide ich wahrscheinlich an einer Borderline-Störung
 

Akute Belastungstörung / PTBS

Habe ich etwas unfassbares erlebt (Unfall, Gewalt, Vergewaltigung, Brand etc) ,reagiere ich vielleicht mit Alpträumen, häufigem weinen, Unruhe und szenenhaftem Nacherleben der Situation, habe ich zunächst eine akute Belastungsreaktion. Klingt diese nicht nach Tagen bis drei Wochen ab, habe ich eine akute Belastungsstörung. Verschwinden die Symptome, und kehren nach einigen Monaten mit anderen (Misstrauen, gestörtem Gefühlsleben, Depression, Rückzug etc) wieder zurück, so habe ich eine PTBS (posttraumatische Belastungsstörung) entwickelt. Diese kann „einfach“ oder „komplex“ sein, je nach Anzahl und Dauer der Traumata. Bleiben diese länger bestehen, dann entwickele ich eine Wesensänderung nach PTBS.
 

Transsexualität

Gilt heute nicht mehr als Erkrankung! 

Fühle ich mich schon seit meiner Kindheit mit meinem Geschlechtsbild im falschen Körper, so bin ich womöglich transsexuell (transgender,transident)

Sucht

Spüre ich den unwiderstehlichen Drang, bestimmte Stoffe zu mir zu nehmen (Alkohol, Nikotin, Heroin, Kokain, angstlösende Tabletten, Amphetamine etc.) oder extrem einseitig zu handeln (z.B. in Bezug auf Essen, Sexualität, Internet, Glücksspiel), bekomme Entzugssymptome aller Art, wenn ich den Stoff nicht einnehme oder die Handlung durchführen kann, entwickele körperliche Probleme deswegen und kann nicht stoppen, obwohl mein Arzt und die Umwelt es mir rät, ziehe mich zurück, um immer mehr Zeit mit dem Stoff oder der Handlung zu verbringen, gerate deswegen ins soziale Abseits , dann leide ich an einer Sucht.

Milde kognitive Störung / Demenz

Beginne ich, wichtige Dinge oder Termine zu verlegen bzw. zu vergessen (Störungen des Gedächtnis), weiß ich häufiger kurz nicht mehr, wo ich gerade bin oder hin wollte (Orientierungs-/Planungsstörungen), fühle mich schneller von Informationen überfordert (Reizverarbeitung), fangen Andere an, Dinge für mich zu erledigen, die ich neulich noch selber konnte, muss ich mir immer mehr Notizen machen, fühle mich dadurch unruhig, ängstlich, unsicher, dann entwickele ich vielleicht eine Hirnleistungsstörung („milde kognitive Symptome“). Diese können Vorboten einer Demenz sein (z.B. „Alzheimer-Krankheit“). Ich sollte versuchen, vom Psychiater oder Neurologen eine gute Diagnose und Vorsorgetipps zu bekommen.

Zwang

Denke ich, evtl. seit meiner Kindheit/Jugend), immer wieder dieselben Gedanken (vielleicht aggressive oder sexuelle) ,obwohl ich das nicht will , führe ich immer wieder und viel zu oft dieselben Handlungen aus ( z.B. Händewaschen, Tür abschließen, Wäsche sortieren, Schreibtisch aufräumen), obwohl ich es selbst als sinnlos erlebe, und dies denke und tue ich alles, um inneren Druck zu verringern, dann leide ich wohl unter Zwängen.

Persönlichkeitsstörung / Narzissmus

Erkenne ich, das ich mit Anderen oder Andere mit mir immer in den gleichen Situationen Probleme/Konflikte haben, auf die ich fast immer in gleicher Weise reagiere (Verhaltensmuster), dann besitze ich Anzeichen einer Persönlichkeitsstörung. Geht dies einher mit Gedanken über meine tollen Eigenschaften/Größe (Grandiosität ),häufigen enttäuscht-fühlen, leichter Kränkbarkeit, Kritikempfindsamkeit, schwankendem Selbstbewusstsein, auffälligem Verhalten in der Gruppe („entweder ich bin Anführer oder ziehe mich als Außenseiter zurück“), hebe Menschen und alles andere gerne erst in den Himmel (idealisieren), stoße aber alles auch schnell wieder in den Staub (entwerten), dann handele und fühle ich narzisstisch.

Hochbegabung

Das ist keine psychische Störung! Fielen meine Fähigkeiten schon im Vorschulalter nicht nur meinen Eltern auf,konnte ich schon im Kindergarten

lesen, schreiben und rechnen, beschäftigte ich mich schon unter 10 Jahren mit Erwachsenenthemen wie Tod, Religion, Politik etc. und beanspruchte meine Umgebung mit all meinen Fragen, habe ich das Gefühl, mein Gehirn ist regelrecht hungrig nach Lernen, Informationen, und mein Gedächtnis viel größer als bei Anderen, brauche ich weder meine Eltern noch Andere, um mich mit Dingen zu beschäftigen, die mich interessieren („intrinsische Motivation“), dann bin ich fast sicher hochbegabt, werde in einem Intelligenztest wohl mehr als 130 erreichen ( Durchschnitt zwischen 90-110). Dies kann man sehr gut bei der MENSA e.V.( Verein für Hochbegabte) überprüfen (www.mensa.de ).

Essstörung

Halte ich mich für zu dick, obwohl alle Anderen mich für zu schlank halten, esse ich kaum, und wenn, dann vielleicht große Mengen oder sehr einseitig, zwinge ich mich nach dem Essen zum Erbrechen, bleibt dabei meine Periode aus oder wird unregelmäßig, denke ich immer mehr ans Essen ,an mein Gewicht, ans Abnehmen, vergleiche ich mich in Gedanken mit Menschen, oft aus den Medien, und versuche, wie diese auszusehen, verändern sich meine Blutwerte ungünstig, oder esse ich dauernd, verheimliche mein Essen, versuche, über Essen meine Stimmungen positiv zu beeinflussen, dann leide ich an Magersucht, Bulimie oder, bei Übergewicht über einem BMI von 30, an Adipositas.

Anpassungsstörung / Erschöpfungssyndrom

Komme ich mit mir selbst oder die Umwelt mit mir langsam nicht mehr klar, fühle ich mich durch all meine Probleme überfordert, erschöpft, werde zunehmend ratlos, bekomme Schlafstörungen, habe häufiger z. B. Erkältungen, stecke immer mehr Energie in immer auswegslosere Situationen, beginne vermehrt meist Süßigkeiten zu essen, Alkohol zu trinken, vernachlässige Freunde und Familie, dann leide ich wohl unter einer Anpassungsstörung/Erschöpfungssyndrom. Hatte ich mich vorher besonders stark engagiert („gebrannt“) und lasse die Dinge nun so weiterlaufen, entwickele ich vielleicht ein Gefühl des chronischen Ausgebranntseins („burn-out“).